Under An Arctic Sky - European Tour

Schimmernde Polarlichter, azurblaue Eisschollen und dieser Freudenschrei: Wenn wir uns an diese Szenarien erinnern, fühlen wir uns zurück versetzt in die Zeit, in der Chris Burkard mit „Under An Arctic Sky“ ein Meisterwerk auf die europäischen Leinwände projizierte.

1610 ICELAND FEBRUARY SURF WESTFJORD

Sein Dokumentarfilm ist das beste Beispiel dafür was entstehen kann, wenn plötzlich äußere Umstände, Zeit und Ort aufeinander abgestimmt zusammenlaufen und zum perfekten Moment verschmelzen. Gemeint ist die letzte Szene des Filmes in der Chris mit seiner Kamera ein Foto eines Surfers schießt, der eine perfekte Welle unter dem isländischen Polarhimmel surft.

Gemeinsam mit HHonolulu Events ging Chris Burkard für knapp zwei Wochen auf Tour und lockte tausend Besucher in die europäischen Metropolen mit 10 Screenings und fünf Zusatz-Screenings. In dieser Zeit hatten wir die Möglichkeit nicht nur Chris Burkard, den Fotografen und Filmemacher kennen zu lernen, sondern auch Chris, den Storyteller, Educator und Mensch hinter der Kamera.

Etwas das Chris immer wieder betont hat ist, dass es bei diesem Film nicht nur um den Inhalt ging, sondern auch um die Arbeit, die dahintersteckt. So folgte nach jeder Filmvorstellung eine Dia-Show, in der Chris auf die Entstehung des Filmes einging. Er erklärte dabei nicht nur, wie er zu seinen Aufnahmen kam, sondern auch, wer hinter der Linse stand und auf welche besondere Art und Weise diese Menschen ein Teil dieses Projektes wurden. Das ist eine Eigenschaft, die Chris ausmacht: Er nimmt sich Zeit, jede Geschichte zu erzählen. Er schmückt seine Geschichten auch nicht aus oder verheimlicht Schwierigkeiten, die während dieser Reise auftraten. Authentisch und realitätsnah lässt er hinter die Kulissen blicken und lässt uns so Teil der Geschichte werden.
Denn Chris nimmt sich auch Zeit für seine Fans. Auf die Frage eines Journalisten, der wissen wollte, ob Chris während der Tour auch fotografiert, antwortete er, dass er keine Kamera dabeihätte. Er möchte während der Tour die Begegnungen mit den Menschen auf sich wirken lassen und dabei das Ganze im Hier und Jetzt genießen. Das Abenteuer „Under An Arctic Sky“ endete nicht mit der Heimreise aus Island oder dem letzten Produktionstag des Filmes per se, sondern war ein fortlaufender Prozess und endete so mit der letzten Vorstellung der Filmtour.

Angefangen hat die Tour in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen, und ging weiter über Hamburg, Köln, Amsterdam, London, Berlin, München, Zürich, Stuttgart und führte schließlich nach Wien. Die Herzlichkeit der Fans und der Tourabschluss weckte dann den ein oder anderen sentimentalen Moment bei uns, denn mittlerweile sind wir wie eine kleine Familie zusammengewachsen, die mit ihrem Van einen Roadtrip durch Europa machte.
Chris und sein Assistent bedankten sich auf herzliche Weise nicht nur beim Team, sondern auch bei all den Fans.

Zwei Weisheiten, die er uns auf den Weg mitgegeben hat, möchten wir euch nicht vorenthalten. Die Fans stellten Chris viele Fragen und wollten vor allem wissen, ob er Erfahrungen hat, aus denen er gelernt hat und die er an sie weitergeben kann. Er hielt uns dazu an, dass wir nicht nur die Abenteuer auf unseren viereckigen Screens verfolgen dürfen, sondern hin und wieder auch mal die Komfortzone verlassen sollten. Wir müssen keine Liste abhandeln mit Dingen, „die man gesehen haben muss“. Egal, ob draußen im Park, oder auf einer isländischen Eisscholle – wenn wir bei unseren Erzählungen den eisigen Wind im Nacken spüren, dann werden wir zu Storytellern, die niemanden mehr zitieren müssen, sondern eigene Lebensweisheiten schaffen. Und genau ab diesem Moment werden wir nämlich wieder einmal Teil des Abenteuers – inspiriert durch das Surfen unter Polarlichtern, auf der Suche nach unserem eigenen perfekten Moment.

Chris beantwortete viele Fragen während seiner Tour. Doch es gab diese eine Frage, die ihn ein wenig überraschte: „Warum surfst du?“. Es war zum ersten Mal nicht die Frage nach den Umständen, wie er dazu kam was er heute tut oder welche Lebensweisheiten er uns mitgeben kann. Es war diese simple Frage nach dem Warum. Nach einer Weile antwortete er, dass das Surfen ihn dazu bringt, viel Zeit im Meer zu verbringen. Das Meer ist der beste Lehrer der uns unsere Stärken und Schwächen aufzeigt und an unsere Grenzen treibt. Ganz egal, ob der stürmische Atlantik, der tropische Pazifik oder die kleine Ostsee. Das Meer ist immer da und wird so zu unserem Zuhause. Und auch wenn wir einmal scheitern sollten, darf uns das nicht aufhalten. Denn das einzig Wichtige ist: „Ein gebrochenes Surfboard ist besser, als ein unbenutztes Surfboard“ (Chris Burkard).

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