Hallo Daniela, danke für deine Zeit! Erzähl uns doch mal ein bisschen was über dich! Wer bist du und was machst du so?

Ich bin Dani, 27 Jahre alt und arbeite seit 2014 als Flugbegleiterin bei der Lufthansa. Seit 2015 betreibe ich den Blog www.flyingsurf.de. Dort dreht sich alles um mein Leben als fliegendes Surfergirl. Ich gebe meinen Lesern Tipps für den nächsten Surftrip, erzähle von meinen Layovern, aber vor allem schreibe ich über meine große Liebe, das Surfen.

Du bist also Flugbegleiterin! Wie bist du dazu gekommen?

Ich hatte schon immer Spaß am Reisen und daran neue Kulturen kennen zu lernen. Aber nach dem Abi habe ich mich dann erst mal für ein Studium entschieden. Danach bin ich dann beim Bewerbungen schreiben auf der Bewerberseite von Lufthansa hängen geblieben. Leider gab es keine auf mein Studium passende Stelle, aber es gab eine Ausschreibung zur Flugbegleiterin. Also habe ich kurzerhand entschlossen mein Glück einfach mal zu versuchen und ich habe mich beworben. Es hat geklappt und nun fliege ich wie gesagt seit knapp 2,5 Jahren um die Welt. Ich bin wirklich nicht abergläubisch aber im Nachhinein würde ich sagen es war wirklich Schicksal, dass das alles so gekommen ist!

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Fotocredit: Flying Surf

Seit wann surfst du und wie hast du deine Leidenschaft zum Surfen entdeckt?

Das erste mal Stand ich 2011 auf einem Surfbrett. In Hermosa Beach, einem Stadtteil von Los Angeles in Kalifornien. Damals hat mich die Liebe zu einem Surflehrer dazu gebracht. Das dachte ich zumindest. Inzwischen habe ich für mich heraus gefunden, dass es viel mehr schon die Liebe zum Meer und zu den Wellen war, die mich aufs Surfbrett gestellt hat. So richtig angefixt und infiziert bin ich aber tatsächlich erst seitdem ich als Flugbegleiterin arbeite.

Warum passen das Fliegen und das Surfen so gut zusammen?

Die Frage lässt sich als deutscher Surfer wirklich leicht erklären. Als deutscher Surfer, vorausgesetzt man gibt sich nicht mit Nord- oder Ostsee zufrieden, muss man fast zwangsläufig für die nächste Welle in den Flieger steigen. Das Fliegen ist also der Weg zum Ziel oder viel mehr das Flugzeug der Weg zur nächsten Welle.

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Fotocredit: Flying Surf

Ist es nicht anstrengend nach einem langen Flug direkt wieder ins Wasser zu springen?

Ja und nein.

Ja weil ich natürlich durch die Zeitverschiebung und das meist frühe Aufstehen vor dem Flug müde und mein Körper erschöpft vom Flug ist. Nein, weil das Wasser meistens so kalt ist, dass mein Körper direkt wieder in Schwung kommt und ich zudem so viel Glücksgefühle in mir spüre, dass sämtliche Müdigkeit, kaum im Wasser und auf der Welle angekommen, wie weg geblasen ist.

Was ist das Besondere für dich am Surfen?

Ich würde Surfen im gesamten als besonders beschreiben. Mein Leben ist geprägt durchs Surfen. Surfen ist mein Leben. Den Wellen und meinem Board ist es egal, ob ich einen guten oder schlechten Tag habe, ob ich gut oder schlecht aussehe. Das einzige was ich für das Glück tun muss ist paddeln. Und danach wird die Anstrengung mit unendlich vielen Glücksgefühlen belohnt. Das Gefühl auf meinem Surfboard zu stehen und von einer Welle getragen zu werden ist mehr als einzigartig. Aber das besondere am Surfen für mich ist wahrscheinlich, dass ich egal wie ich vorher gelaunt war, immer glücklich, zufrieden und lächelnd aus dem Wasser gehe.

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Fotocredit: Flying Surf

Wo möchtest du unbedingt mal Surfen?

Ganz oben auf meiner Liste steht auf jeden Fall Neuseeland. Einmal den Surf Highway entlang fahren. Aber auch die Fijis, Nicaragua, Mexiko, Hawaii und Sri Lanka sind ziemlich weit mit oben dabei. Wobei ich für die Fijis wahrscheinlich echt noch ein bisschen üben muss.

Dein Tipp für diesen Sommer?

Wer hätte es gedacht, aber eine Reise nach Kalifornien lohnt sich definitiv immer! Wer nicht ganz so weit fliegen will, dem kann ich Baleal bei Peniche in Portugal auf jeden Fall total empfehlen!

Danke Daniela, wir wünschen dir noch viele tolle Wellen 🙂

Hier gehts lang zu Flying Surf!

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