Eigentlich sollte es ein entspanntes Wochenende auf dem Keilberg werden, bei dem wir das Jones Snowboards 2017 Ultra Mountain Twin bei ein paar Shredding-Sessions ordentlich testen konnten, doch das Wetter hatte seine eigenen Pläne.

Genauso wie im letzten Jahr machten wir uns für ein gemütliches Snowboard-Wochenende unter Freunden auf in die Berge. Auch 2017 hieß unser Ziel Klinovec. Das Skigebiet in der Tschechischen Republik hat uns schon mehrfach ein paar gute Tage im Schnee beschert und deswegen setzten wir auch diesmal wieder auf die höchste Erhebung des Erzgebirges.

Klar, der eine oder andere wird jetzt laut loslachen, weil wir nach Tschechien und nicht nach Österreich, Frankreich, Italien oder die Schweiz gefahren sind. Aber dieses Lachen nehmen wir in Kauf, denn bei nur 2 Tagen Zeit zum Shredden und nicht wirklich vorhandener Lust mehr als 4 Stunden Fahrzeit (pro Strecke) zu investieren, gibt es als Berliner nicht viele Alternativen. Klar, Oberwiesenthal wäre auch noch eine Option gewesen, aber Klinovec hatte uns in der Vergangenheit einfach mehr zugesagt. Darum stand die Frage nach dem Ziel für unseren alljährlichen Wochenend-Snowboard-Trip nicht lange im Raum. Nach einem kurzen Blick auf die Wetter-App und die damit geweckte Hoffnung auf ausreichend Schnee, musste dann nur noch eine Unterkunft gefunden werden und schon konnte es losgehen. Diese haben wir dann auch trotz unserer kurzfristigen Buchung im Hotel Ochsendorf in Horní Blatná gefunden.

Am Freitag den 13.1. ging es abends von Berlin aus mit zwei vollen Autos los. Mit im Gepäck hatten wir diesmal ein ganz besonderes Schmankerl – das Jones Snowboard 2017 Ultra Mountain Twin. Das Board hat uns Jones Snowboards freundlicherweise zum Testen zur Verfügung gestellt und wir konnten es gar nicht abwarten mit diesem geilen Board durch den Schnee zu peitschen.

4 monotone Fahrstunden und einen Boxenstopp bei McDonalds später kamen wir trotz verschneiter Straßen an unserem Hotel an. Dort bezogen wir in Windeseile unsere Zimmer und schraubten unsere Bindungen an die Boards. Wir waren also Startklar und konnten den nächsten Tag kaum abwarten. Vor allem weil sich Neuschnee für die Nacht angekündigt hatte.

Der Samstag – der Schnee ist ein Fluch

Als wir am Samstagmorgen aus dem Bett gesprungen und einen Blick aus dem Fenster geworfen haben, trauten wir unseren Augen kaum. Es gab über Nacht wirklich einiges an Neuschnee. Also zogen wir unser Frühstück in Rekordgeschwindigkeit durch und trafen uns wenig später am Hotelparkplatz wieder. Dort hieß es dann erstmal das Auto vom Schnee zu befreien.

Das ging dann auch schneller als gedacht und wir konnten starten. Doch dann nahm unsere Pechsträhne ihren Lauf.

Eines unserer Autos machte schon nach wenigen Metern auf der verschneiten Straßen schlapp. Die Allwetterreifen fanden einfach keinen Grip und so musste ein Teil unserer Gruppe erstmal wieder zum Hotel zurück. Wir ließen uns davon jedoch nicht entmutigen und wollten einfach mit 2 Touren und einem Auto alle zum Berg bringen. Doch auch dieser Plan wurde nur wenige Minuten später zerschlagen. Der Grund: die zentrale Zufahrtsstraße nach Klinovec war aufgrund von zu viel Schnee gesperrt. Verdammt! Also fuhr auch die zweite Gruppe erstmal wieder Richtung Hotel.

Ein neuen Plan musste her. Das Personal im Hotel meinte, dass es in der Nähe auch ein anderes Skigebiet gibt. Perfekt, wir hatten also ein neues Ziel. Um jedoch nicht zwei Mal fahren zu müssen, fuhren wir mit beiden Autos erstmal runter ins Nachbardorf, um dort an der Tankstelle Schneeketten für die Allwetterreifen zu holen.

Dieser Plan ging sogar auf. An der Tankstelle gab es Schneeketten in der richtigen Größe. Doch das Aufziehen dieser Dinger stellte uns alle vor eine Herausforderung. Wenn man das noch nie gemacht hat, erleichtert einem der kalte Wind, die dadurch vor Kälte zitternden Hände und eine tschechische Montageanleitung nicht gerade die Arbeit. Aber wir haben es dann nach gut 30 Minuten doch hinbekommen.

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Im Anschluss ging es für uns zu dem angekündigten Alternativ-Skigebiet. Dort sind wir dann nach ca. 30 Minuten Autofahrt angekommen. Doch die Lifte standen still und der Parkplatz war komplett zugeschneit. Der Wind war zu stark, weshalb der Betrieb eingestellt wurde. Verdammt. Das war also auch nichts. Mittlerweile waren schon 1 1/2 Stunden nach unserem Aufbruch am Morgen vergangen.

Also standen wir da. Ohne Plan und ohne neues Ziel. Wir schauten alle in unsere Smartphones, um in der Nähe irgendwelche Skigebiete ausfindig zu machen, aber das brachte alles nichts.

Aber dann, ein Hoffnungsschimmer. Die Webseite vom Skigebiet Klinovec ließ verkünden, dass jetzt doch wieder einige Straßen passierbar sein und die Lifte laufen. Also entschieden wir uns einen Versuch zu starten. Das Navi führte uns auf abgelegenen Straßen durch verschneite Dörfer und auf der Karte kamen wir unserem Ziel wirklich verdammt nah. Doch dann kam wieder Ernüchterung auf. Auf einer Kreuzung, die uns von Klinovec nur noch wenige Kilometer trennte, stand ein Polizist. Dieser signalisierte allen Autofahrern, dass es hier nicht weitergeht. What the fu**. Dieser Tag schien echt verflucht gewesen zu sein.

Wir drehten also wieder um und entschieden uns – damit wir überhaupt nochmal zum Shredden an diesem Tag kamen – den Babyhang im Nachbardorf unseres Hotels anzusteuern. Dort konnten wir dann auch tatsächlich noch 3 Stunden fahren. Zwar gab es hier nur zwei Ankerlifte und eine ziemlich kurze Abfahrt, aber nach diesen Strapazen gaben wir uns mit allem zufrieden. Wenigsten hatten wir genug Schnee, um uns ein bisschen zu vergnügen – auf und abseits der Piste.

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Hier kam dann auch endlich das Jones Snowboard 2017 Ultra Mountain Twin zum Einsatz. Über das Board » hatten wir schon vor kurzem grob berichtet, doch nun durften wir es selbst mal testen. Und dieses Freestyle Board war der Hammer.

Trotz des kleinen Hanges und der kurzen Abfahrten zeigte das Board wie vielfältig es ist. Im lockeren Powder glitt das Ultra Mountain Twin durch den Schnee wie ein heißes Messer durch Butter. Durch die größere Auflagefläche hatte das Brett außerdem einen super guten Auftrieb im Tiefschnee. Auch die Nose bohrte sich nicht in den Schnee, sondern hielt sich lässig über dem weißen Naturteppich. Zum Glück, denn niemand hat Lust im Tiefschnee stecken zu bleiben.

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Bei Passagen auf der Piste, an denen der Schnee plattgedrückt war, zeigt sich das Ultra Mountain Twin von seiner schnellen Seite. Mit dem Board konnten man mit ordentlich Speed den Berg runterballern, ohne das es dabei instabil wurde. Die Kanten schnitten ohne Probleme in den Schnee und sorgten stets für maximalen Halt.

Wie gesagt konnten wir uns noch „ganze“ 3 Stunde im Schnee austoben, was für den kleinen Hang aber mehr als genug war. Anschließend ging es zurück ins Hotel und wenig später dann auch schon zum Abendessen. Dieser anstrengende Tag hat uns verdammt hungrig gemacht,

Das Restaurant unserer Wahl, Faustův dvůr, war mit das einzige im Dorf, doch die Speisekarte hätte mit einem noblen Großstadtrestaurant mithalten können. Man hätte hier feinstes Steak essen können und vielerlei andere Köstlichkeiten. Zwei von unserer Truppe entschieden sich für den Double Burger und der hatte es wirklich in sich – sowohl geschmacklich als auch von der Größe her. Das Ding hatte locker 400 Gramm Fleisch und konnte nur etagenweise gegessen werden. Die 10,70 € waren dafür also mehr als fair.

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Nach dem Essen ließen wir den Abend dann ganz entspannt bei ein paar Schnäpsen Becherovka im hauseigenen Whirlpool ausklingen.

Der Sonntag – der Schnee ist ein Segen

Ob der Sonntag snowboardtechnisch wohl besser wird? Das war zumindest unsere Hoffnung. Über Nacht meinte es der Wettergott mal wieder gut mit uns. Ca. 20 Zentimeter Neuschnee begrüßten uns am Morgen.

Nice – das war unsere erste Reaktion. Doch mit der gleichen Euphorie startete auch der Vortag. Deshalb versuchten wir nicht zu erwartungsvoll den Tag anzugehen.

Ein Blick auf die Webseite vom Skigebiet Klinovec sorgte auch relativ schnell für die erster Ernüchterung. Alle Zufahrtstraßen aus unserer Richtung waren gesperrt. Nur ein 1 1/2 stündiger Umweg hätte uns zum Ziel gebracht. Darauf hatten wir keine Lust. Außerdem hatten wir aus unserer Irrfahrt vom Vortag gelernt. Diesmal wollten wir nicht wie wild durch die Gegend cruisen. Also fragten wir an der Hotelrezeption nach, welche Skigebiete in der Nähe wir ansteuern könnten und welches auch tatsächlich offen hatte. Nach einem kurzen Austausch mit dem freundlichen Personal über die möglichen Orte auf der Landkarte, fiel die Wahl auf das Skiareal Plessberg – das Skigebiet das am Vortag wegen dem starken Wind geschlossen war. Ein Anruf bei dem Lift stellte jedoch sicher, dass der Lift an diesem Tag lief. Also sahen wir zu, dass wir die Autos und den Parkplatz vom Schnee befreiten und brachen auf zum Plessberg.

Dort angekommen empfing uns strahlender Sonnenschein und massenweise Schnee wohin das Auge blickte. Wir verloren daher keine Zeit und machten uns vom Parkplatz auf zum Lift. Und natürlich war auch wieder das Jones Snowboard 2017 Ultra Mountain Twin mit am Start. Das Baby wartete schließlich auf seinen ersten richtig guten Snowboard-Tag.

Auch wenn der Samstag so verkackt war. Der Sonntag holte alles wieder raus. Wir hatten bestes Wetter, leere Pisten und viele unverspurte Hänge. Genau das richtige für uns und das Jones Snowboard.

Egal ob weicher oder harter Schnee, Buckelpiste oder glatte Eisfläche – das Ultra Mountain Twin kam mit allem zurecht, als wenn es genau dafür konstruiert wurde. Dabei war man stets schnell und griffig im Schnee unterwegs und bei unseren kleinen Jumps überzeugte das Teil mit ordentlich Pop.

Wir haben ja schon gehört und gelesen, dass das Board eine Allzweckwaffe ist, aber wir hätten nicht gedacht, dass das Teil bei den unterschiedlichen Bedingungen so viel Spaß macht auf dem Berg. Wir können das Board daher jedem wärmstens empfehlen, der ein vielseitiges Freestyle Board sucht, mit dem er den ganzen Berg unsicher machen kann.

Aber zurück zu unserem Tag auf der Piste. Wir nutzen den Sonntag voll und ganz aus und peitschten die Powderhänge hinunter bis wir keinen Neuschnee mehr zwischen unseren Spuren fanden. So muss Snowboarden sein!

Der Sonntag entschädigte uns alle für die gelassenen Nerven am Samstag. Man kann also wirklich sagen, dass der Schnee an diesem Wochenende unser Fluch und Segen zugleich war.

Am Nachmittag fuhren wir dann freudestrahlend wieder Richtung Berlin. Mit dabei auf der Heimreise: viele Erinnerungen an lustige Momente, gutes Essen, Unmengen an Schnee, ein verdammt gutes Board und das Beste – eine gute Zeit mit tollen Freunden.

Auch wenn wir das eigentliche Ziel unseres Trips, Klinovec, gar nicht erreicht haben, so war es trotzdem ein verdammt geniales Wochenende. Daher vielen Dank an alle die dabei waren und an Jones Snowboards für den Produktsupport. Alle Detailinformationen zu unserem Testboard findest du übrigens » hier.

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