In seinem Buch Adventura und in den Beiträgen auf seinem Blog www.bynd-mag.com zeigt uns Konstantin Arnold welche Dinge da draußen nur darauf warten erlebt zu werden!

Konstantin steht für uns wie kaum ein anderer für Authentizität. Niemanden den wir kennen sagt so ehrlich was er denkt und lässt sich dabei in keinster Weise von irgendwelchen Moden, Trends oder Images beeinflussen. Er liebt das Surfen, aber wer glaubt das Konstantin deswegen den typischen Surfer-Lifestyle verkörpert, der liegt falsch. Für Konstantin ist Surfen einfach Surfen – eines der schönsten Dinge auf der Welt mit all seinen Glücksmomenten und den dazugehörigen Strapazen. Natürlich spielt das Surfen in seinem Leben und auf seinen zahlreichen Trips eine wichtige Rolle, aber die Dinge die ihn bewegen und prägen gehen weit über das sportliche hinaus. Doch bevor wie zu weit abschweifen, sollten wir die Person um die es hier geht vielleicht kurz vorstellen, damit auch diejenigen die noch nichts von ihm gehört, gelesen oder gesehen haben, wissen, wer er eigentlich ist.

Foto: Konstantin Arnold

Konstantin Arnold ist 25 Jahre alt und kommt aus dem beschaulichen Eisenach, wo er jedoch nur selten anzutreffen ist, denn er fühlt sich mittlerweile auf der ganzen Welt zu Hause. Dabei arbeitet sein Kopf immer. Will immer mehr! Er ist sehr selbstkritisch und nie zufrieden mit erreichtem! Er arbeitet stets am Maximalen. Wenn er nicht gerade die deutschen Surf Meisterschaften, die International Ocean Film Tour oder das Surf & Skate Festival moderiert, sitzt er bestimmt gerade im Zug, im Flugzeug oder im Auto, auf dem Weg in eine andere Stadt, ein anderes Land, zum Strand oder ins Line up, um dort die Geschichten für das nächste Kapitel in seinem noch jungen Buch des Lebens zu sammeln. Vor allem als Journalist kommt er immer mehr rum. So war er gerade erst in den Alpen für VICE.

Sein Surfboard darf dabei natürlich meist nicht fehlen. Als Konstantin die erste Welle geritten ist, merkte er direkt, dass ihm das Surfen nicht nur Spaß, sondern auch neue Energie gibt. So ist es nur verständlich, dass sich das Surfen zu einem elementaren Bestanteil in seinem Leben entwickelt hat.

Foto: Lennart Ritscher

Das Surfboard gehört daher einfach zu seinem Leben dazu, genauso so wie die Kamera und sein Notizblock. Die Passion zum Surfen war es dann wahrscheinlich auch, die in ihm die Lust zum Reisen hat wachsen lassen. Eine Lust, die wir nur zu gut nachvollziehen können.

Foto: Konstantin Arnold

Doch während es die meisten anderen nur für wenige Wochen pro Jahr in fremde Länder und an neue Surf-Spots verschlägt, hat Konstantin das gemacht, wovon viele von uns wohl immer nur reden und träumen. Er hat jede Chance genutzt, um in anderen Ländern neue Leute kennenzulernen, neue Wellen zu surfen und dabei so viele schöne, schlechte und besondere Momente zu erleben, wie es nur ging. Manch einer dürfte jetzt meinen, dass Konstantin Glück hatte all diese bisherigen Dinge zu erleben. Doch das sehen wir anders, denn es war eher eine Frage der Einstellung und der ständigen Fokussierung auf die eigenen Ziele, die Konstantin an so viele unterschiedliche Orte und Situationen gebracht hat.

Foto: Konstantin Arnold Foto: Konstantin Arnold Foto: Konstantin Arnold

Die Liste an Ländern die Konstantin in den letzten Jahren für kurze oder längere Zeit seine Heimat nennen durfte ist lang und beneidenswert: Portugal, Neuseeland, Australien, Amerika, Indonesien, Costa Rica, um nur ein paar zu nennen. Wer so viel rumgekommen ist, der hat doch schon einiges erlebt, oder? Definitiv! Und zur unserer Freude hat Konstantin seine Erlebnisse der letzten Jahre in zeitlosen Bildern und in ehrlichen Texten verarbeitet. Besonders beim Schreiben und analogen Fotografieren zeigt sich unserer Meinung nach Konstantin’s Verständnis vom Leben. Er zeigt auf seinen Bildern das, was er erlebt, nicht unbedingt das, wie es von vielen anderen nach außen transportiert wird. Passend dazu schildern seine Texte in sehr persönlicher Art und Weise was er denkt und was ihn bewegt. Wer seine Texte und Bilder kennt, der weiß mit Sicherheit, warum wir ihn als so erfrischend authentisch empfinden. Kurzlebigkeit ist in seiner Welt schon lange nicht mehr von Interesse, denn er will die Sache der Sache wegen tun und nicht um damit Likes und Follower zu ernten. Gerade erst hat er sein iPhone gegen die Wand geworfen, weil er sich ohne tragbares E-Mailpostfach etwas Wind aus den Segeln nehmen kann.

Foto: Konstantin Arnold

Er will die Geschichten aus seinem Leben erzählen, wie sie wirklich passieren. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum wir stundenlang in seinem Blog » www.bynd-mag.com versinken könnten. Bei jedem seiner Post tauchen wir tief ein in das Geschehen und haben das Gefühl, dass wir gerade neben ihm sitzen und die Dinge genau so erleben wie er. Seine Bilder ergänzen das geschriebene Wort dabei perfekt oder sie liefern die Eindrücke, für die ihm die Worte fehlen, ganz ohne den Einsatz von Photoshop, Hochglanzbildern und gestellten Motiven. Das ist einfach zu 100% das Leben von Konstantin Arnold und seine gesammelten Geschichten machen eines ganz klar deutlich: Es geht nicht darum wo du bist, sondern was du machst. Und dabei ist es nicht mal von Bedeutung, dass du jetzt die gleiche Leidenschaft für das Surfen haben musst, um ähnliche Dinge zu erleben. Für Konstantin war das Surfen nur das Around-The-World-Ticket, das er gelöst hat, doch wo die Reise für ihn hinging, das stand nicht von Anfang an fest. Er plant die Zukunft, aber nie die Gegenwart. Er packt die Gelegenheiten lieber so an, wie sie sich ergeben, denn er weiß, dass die besten Erlebnisse und Erfahrungen nicht geplant werden können, sondern gemacht werden müssen.

Damit du einen Eindruck davon bekommst, welche Geschichten Konstantin zu erzählen hat, geben wir dir hier einen Beispiel-Text aus seinem Blog » www.bynd-mag.com, der unter dem Titel MILITANT erschienen ist:

Foto: Konstantin Arnold

„Wir googlen nach diesen Inseln vor Faro, weil sie auf Bildern aussehen wie die europäische Karibik. Wir haben gehört, dass es dort keine Hotels gibt und man mit portugiesischen Fischern im Rentenalter flirten muss, um nicht im jede Nacht im Zelt zu schlafen. Bitte nicht im Frühjahr. Auch nicht in Südeuropa. Wie man auf diese Inseln kommt, haben wir noch nicht gehört. Vielleicht müssen wir das Auto zum Ausrauben für einige Tage auf dem Continente Parkplatz stehen lassen. Vielleicht gibt es eine Autofähre und zivilisierten Zugang zur Exotik dieses Archipels. Vielleicht bilden wir uns auch einfach zu viel ein und wissen, ohne Skandinavierinnen im Urlaubsmodus nach Sonnenuntergang, rein Garnichts mit uns anzufangen. Gestern haben wir Liebesfilme im Internet geschaut und auf unser Abendbrot geweint. Nicht, dass einer von uns dafür in den Süden Portugals möchte, aber ganz entsagen, will sich doch eigentlich keiner. Ich rede hier zumindest von Perspektive. Schöne Frauen gehören einfach in eine Bar am Strand, wie gedimmtes Licht und Songs von Rod Stewart. Denn Inneneinrichtung und Ambiente bestimmen den Wohlfühlfaktor. Frauen, die sich im fünften Monat in Reizwäsche portraitieren lassen, um ihren Liebsten damit eine illusionierte Freude zu bereiten, auch. Das wird zumindest deutlich, wenn man sich in einer Boutique für Fotografie eine ganze Viertelstunde beschäftigen muss, um auf die bestellten Farbfilme zu warten. Dafür gibt es hier Postkarten. Von Sonnenuntergängen rund um die Halbinsel. Von festangestellten Fischern mit regelmäßigem Einkommen und vom Karneval. Natürlich gibt es keine Ansichtskarten von Blechhütten und Armutsvierteln, die Peniche‘s Innenstadt eine ganz eigene Note verleihen. Oder von arbeitssuchenden Fußballfans, die ihre Nachmittage an strandnahen Danonetischen in der Danaubar verbringen. In 90 Minuten könnte man verkatert mit Garrett McNamara in einem traditionellen Fischrestaurant über große Wellen sprechen oder alternativ dazu lernen, endlich ohne Finger zu pfeifen. Man könnte Tiago`s Geburtstag in Ericeira feiern, obwohl das den zeitlichen Rahmen sprengt und keiner von uns dort wirklich hingehört. Sicherlich könnte man bei Regen einfach den Backofen anheizen, um gut gewärmt etwas mehr an Wachs Vier zu arbeiten. Wir entscheiden uns nach dem Fisch, den letzten Bus nach Lissabon zu nehmen, um unsere Farbfilme im portugiesischen Nachtleben zu belichten. Mit leichtem Sonnenbrand und der ganzen Welt in unseren Adern sitzen wir in der letzten Reihe des Linienbusses und müssen pinkeln. Rote Marlboros, begrenztes Budget und haltlose Erwartungen an einen Freitagabend. Lissabon ist ein Spielplatz ohne Zäune. Die lebendige Definition des Eldorados. Glatte Pflastersteine und Kokaindealer inmitten historisch verwinkelter Gassen. Gelbes Laternenlicht und Bars voller Austauschstudenten mit betrunkenem Akzent. Mehr davon, aber bitte ohne Gigi D’Agostino. Ohne eigenes Feuerzeug hat man genügend Zündstoff für Abendessen mit fremden Franzosen oder kostenlose Taxifahrten in Begleitung. Natürlich Barrio Alto, aber im Morgengrauen wollen wir in diesen Club am Hafen. Für teure Getränke und dunkel portugiesischen Techno, in dem alle versuchen möglichst beschäftigt auszusehen. Männer mit Kurzhaarfrisur suchen. Leichtbekleidete Portugiesinnen mit markanten Augenbrauen wollen gefunden werden. Selbst der Kater in dieser Stadt ist ohne Sonnenbrille erträglich. Man geht flanieren, streitet sich wegen der Farbe des Eistees oder genießt Weite an Plätzen, die sich in unserem Zustand nur schwer beschreiben lässt. Wenn man keinen kennt, muss man auch niemand sein. Aber warum riecht es in südeuropäischen Mini Mercados immer nach Vogelscheiße? Warum sind wir im Endeffekt nicht zu diesen Inseln vor Faro gefahren? Und warum dachte ich bis hierher jeder Monate bestehe aus genau vier Wochen? Auf unserer Rückfahrt passieren wir einen Skatepark, in dem Simon vor zwei Jahren erfahren hatte, dass er in Zukunft Vater einer kleinen Tochter sein wird. Wir lachen viel über ehrliche Witze und nicken trotzdem ein. Irgendwie zufrieden in der letzten Reihe unseres Linienbusses. Weil sich die Antwort auf all diese Fragen in der Aufforderung findet, dein Leben genauso zu leben, wie du es leben willst. Auch, wenn es draußen noch hell ist.“

Wenn auch du in Zukunft an den Erlebnissen von Konstantin teilhaben willst, dann statte am besten regelmäßig seinem Blog einen Besuch ab!

» www.bynd-mag.com »

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