Das Simeulue Surf Review vom Moonbeachresort

Kaum ein Indonesien Trip vergeht, ohne dass man sich nicht zum Surfen auf eine abgelegene Insel im Indischen Ozean begibt. Warum, ist wohl jedem klar. Einsame, perfekte Wellen den ganzen Tag. Kein Internet und meist auch nur bedingt Strom, keine Ablenkung also. Nur Surf! Schlecht wäre bloß, wenn der Surf schlecht wäre… Ich war hier: Pulau Simeulue, Banda Aceh. Ganz hoch oben im Norden von Indonesien.

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Und der Surf war schlecht! Nicht allgemein schlecht, nur in der Woche als wir auf der Insel waren. Grund war ein Taifun, der spontan aus Richtung Indien rüber nach Simeulue fegte. Angekommen sind wir noch gut, allerdings ohne unsere Bretter. Die blieben aufgrund des überfüllten Fliegers eine Nacht in Sumatra und kamen im nächsten Flieger, am nächsten Tag! Die Dramatik, die sich deshalb in mir aufbaute, schwachte mit zunehmendem Regenfall am selben Tag schnell aber wieder ab. Don, das  –wie der Name schon vermuten lässt – Oberhaupt unseres gebuchten Moonbeachresorts holte uns vom Flughafen ab. Auf der 15-minütigen Fahrt gab er uns eine erste Einführung in die Kultur der Insel. Der Tsunami vor rund 10 Jahren, unter dem viele Teile Asiens heute noch leiden, hat auch auf Simeulue Spuren hinterlassen. Ganze zwei Meter erhob sich die Westseite der Insel durch das Erdbeben aus dem Meer. Auf der Ostseite hingegen sank sie um zwei Meter. Faszinierend, wenn man sich das so vorstellt! Viel Vorstellungskraft brauchten wir jedoch nicht, denn es war an vielen Stellen der Insel deutlich zu sehen. Der Moonbeachresort liegt genau mittig zu allen Surfspots, einer der beiden Mainbreaks der Insel, der Peak liegt somit ca. 10 min Fahrt nördlich, während Dylans Right 10 min weiter südlich liegt. Direkt vor dem Resort erstreckt sich ein langer, traumhafter Sandstrand an dem ein paar kleine surfbare Anfängerwellen brechen.

Im riesigen Garten des Resorts bat sich uns ein natürlich entstandener Pool, mit all dem frischen Wasser, das die sintflutartigen Regenfälle der letzen zwei Tage abgeworfen hatten. Normalerweise, also die restlichen 350 Tage des Jahres, befindet sich dort grüner Rasen. Die kleinen Apartments sind ausgestattet mit allem was man braucht, Tee und Kaffee, eigenem Badezimmer, frischen Handtüchern, Snacks, Boardrecks, einer eigenen kleinen Terrasse, Ventilator und vor allem bequemen Betten! Absolut luxuriös, wenn ich da an meine vergangenen Surftrips auf abgelegenen Inseln denke. Kurz noch zum Essen: Absolut vollkommen! Die Küche des Resorts leistet mit drei leckeren Mahlzeiten am Tag ganze Arbeit. Früchte, Gemüse, Fisch, Fleisch, Pizza und ausreichend Auswahl was das Frühstück anbelangt. Selbst während tosendem Sturm, wasserfallartigem Regen, Gewittern und Stromausfällen wurden wir bestens verköstigt. Don´s Sohn Brad war unser Surfguide und setze alles daran, trotz stürmischen Bedingungen, enormem Wind und allgemein messy conditions surfbare Wellen auf der Insel zu finden. Möglichkeiten gibt es genügend! Wir verbachten die ersten drei Tage also mit „the Search“ und waren semi-erfolgreich. Ein paar vereinzelte Wellen ließen sich surfen. Fast alle Spots waren verblasen, messy, chaotisch und wider unserer Erwartungen einfach alles andere als kopfhoch und glassy. So ist das nun mal, wenn die Natur entscheidet. Am vierten Tag dann endlich Potential. Brad spendierte uns einen Bootstrip nach Thailands Left! Und da waren sie: Ein wenig größer als erwartet, aber wunderbare glassy Barrels. Keiner im Line up. Wir waren die einzigen. Es war traumhaft.

Zurück auf Simeulue herrschten weiter messy conditions. Am nächsten Tag paddelten einige mutige unserer Gruppe in ein paar heavy righthander bei Dylans. In den folgenden Tagen ordnete sich der Swell und der Wind schwachte ab, sodass wir zumindest endlich das Potential der Wellen auf Simeulue erkennen konnten. Zwischen den Sessions und auf der Suche nach weiteren Spots erfuhren wir alles wissenswerte über die Insel. Don lebt seit Mitte der 90er auf Simeulue und half nach dem Tsunami die Insel wieder aufzubauen. Als Bauleiter schuf er 150 Häuser, die den Insel-Bewohnern Obdach boten. Seine Prämisse war es, kein Waldholz zum Bau der Häuser zu verwenden, sondern nachhaltig zu agieren. So wurde Kokosholz verwendet und für jeden geernteten Baum ein neuer gepflanzt. Während dieser Zeit lernte Don die Insel und ihre wunderschönen weißen Sandstrände, perfekte, einsame Wellen, das Dschungelparadies und natürlich die Einheimischen kennen und lieben. Er entschied sich auf Simeulue zu bleiben, und fing an ein Resort zu bauen. Noch heute, selbst nach langer Fertigstellung des Resorts verkünden Don und Brad, dass die Anlage weiteren Verbesserungen unterzogen wird. Für mich, und ich denke ich spreche hier für jeden der bereits vor Ort war, ist das Moonbeachresort bereits perfekt. Nie habe ich so viel Herzlichkeit und Engagement gegenüber Gästen erlebt. Wahrhaft freuen sich Don und seine Familie die Schönheit der Insel mit den Gästen zu teilen und ihnen die wunderschönen Orte und Spots der Insel zu zeigen. Zudem scheuen sie absolut keine Mühen, sich auf die Suche nach neuen Spots zu machen. Und davon gibt es unzählige auf der Insel. Bislang ist nur der Westen wirklich erkundet. Für Abenteurer und Wavehunter bietet Simelue daher die perfekten Bedingungen. Wellen hat es year around, da sowohl noch die perfekten, lange gewanderten Bali Swells, als auch große Taifun Swells aus Indien ihren Weg nach Simeulue finden.

Genug geredet. Am Besten ich lasse Bilder sprechen und wenn ihr dann Lust bekommen habt, gibt´s noch 20 % Rabatt auf jede Buchung im » www.simeulue-resort.com! Enjoy!

Ganz besonders möchte ich mich bei » Volcom.com, » Nikitaclothing.de, » oneill.com, und » Herschel Supply für den Produktsupport bedanken!

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