Im Gespräch mit Yogalehrer Stefan Resch

Stefan Resch ist Yogaleher und Surfer! Wir haben uns gefragt, warum diese beiden Sportarten so gut zusammenpassen und warum diese Kombination so beliebt in den letzten Jahren geworden ist. Stefan hilft uns weiter bei unseren Fragen zum Thema „Surf & Yoga“….

Hallo Stefan! Stell dich doch mal kurz vor…

Moin! Ich bin Stefan, 27 Jahre jung und komme aus Österreich. Ich habe in Wien Musikwissenschaft studiert, wobei ich während meiner Studienzeit immer mindestens sechs Monate im Jahr irgendwo an der Küste unterwegs war. Ich habe in Frankreich als Campmanager der Wavetours Junior Surf Academy und in Sri Lanka als Surf- und Yogalehrer bei Drivethru Surfcamps gearbeitet. Mittlerweile hat es mich nach Hamburg verschlagen, wo ich als Projektmanager bei Island Collective tätig bin. Das hat meine „Wasserzeit“ zwar drastisch reduziert, aber immerhin bin ich jetzt näher am Meer als in Österreich, haha.

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Stretching als optimales Surftraining

Du bist also Yogalehrer! Wie kam es dazu?

Ich hatte anfangs ziemliche Berührungsängste was Yoga betrifft. Ich dachte immer „Ne, das ist nichts für mich“, hatte aber eigentlich keine genaue Vorstellung was Yoga eigentlich ist. Nachdem ich als Surflehrer auch immer gratis an den Yogastunden in den Camps teilnehmen konnte, in denen ich gearbeitet habe, und man sich an wellenlosen Tagen schließlich irgendwie beschäftigen muss, war ich dann doch einige Male bei den Yogastunden und hab dann schnell gemerkt „Hey, das ist gar nicht mal so schlecht. Davon könntest du etwas mehr vertragen“. Ich habe dann weiterhin für mich immer etwas Yoga gemacht, weil es mir geholfen hat nach der zweiten noch eine dritte oder sogar eine vierte Surfsession am Tag unterzubringen. Als landlocked Surfer ist das ganz schön viel Wert.

Warum Yoga?

Weil es sehr vielfältig ist. Es kann mir helfen körperlich stärker und flexibler zu werden aber es hilft mir vor allem geistig flexibel zu bleiben.

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Yoga bringt Stefan beim Surfen weiter…

Denkst du Yoga und Surfen passen zusammen?

Auf jeden Fall! Auf körperlicher Ebene ergänzen sich Yoga und Surfen meiner Ansicht nach sehr gut, weil beanspruchte Muskeln gelockert und vernachlässigte Muskelgruppen gekräftigt werden können. Auf geistiger Ebene ist für mich bei beidem das Leben im Hier und Jetzt von großer Bedeutung. Sowohl beim Surfen als auch beim Yoga versuche ich jeden Moment ganz bewusst wahrzunehmen und voll auszukosten.

Wo liegt für dich der größte Unterschied zwischen Yoga und dem Surfen?

Im Surfen herrscht ganz oft eine Art „höher, schneller, weiter“ Gedanke. Man muss sich im Line-Up nicht selten gegen andere behaupten, um sich gut zu positionieren und gibt meistens 110%. Man will sich ja schließlich verbessern. Vielleicht will man den Anderen auch mal zeigen was man drauf hat. Im Yoga spielt genau das überhaupt keine Rolle. Ich muss mich nicht behaupten, es reicht auch mal nur 80% zu geben und was die Anderen denken kann mir egal sein.

Warum denkst du, ist Yoga die letzten Jahre so beliebt bei Surfern geworden?

Haha, na aus den oben genannten Gründen. Nein, ganz im Ernst, ich glaube Yoga und Surfen haben schon immer gut zusammengepasst, nur hierzulande war die Skepsis Yoga gegenüber größer.

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Yoga kann man überall machen!

Wie lange surfst du schon?

Puh, wenn ich mich nicht verrechnet habe seit neun Jahren.

Hast du einen Lieblingsplatz für Yoga?

Meine Yogamatte!!!

Welche Welle surfst du am liebsten?

Haha, jede die ich finden kann. Man wird genügsam nach längerer Zeit im Trockenen. Aber wenn ich mich gerade zu einer Welle meiner Wahl blinzeln könnte, dann wäre es wohl „The Rock“ an Sri Lankas Süd-Westküste.

Hast du noch einen Tipp für alle die mit dem Yoga anfangen wollen?

Traut euch!

Danke Stefan!

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